2003: Ich bin schon eine Weile aus der Auslbildung raus und treffe zufällig an der Supermarktkasse meinen Kollegen aus der Druckerei wieder. Im Laufe des Gespräches kommen wir auch auf den immer betrunkenen Seemann zu sprechen. Auf meine Frage, ob er immer noch von der Geschäftsleitung gedeckt wird, bekomme ich Folgendes zu hören:
Unser Seemann hatte eines Nachts eine Offenbarung. Während er in Morpheus’ Armen liegt, scheint wohl sein sorgsam auf einem Level gehaltener Alkoholpegel von 1,5 Atü zu sinken. Sein Hirn meldet ein Ungleichgewicht, in Form eines durch das Schlafzimmer rasenden ICEs. Der Seemann wacht auf, sieht “tatsächlich” den Zug und fängt an zu schreien. Dieses Ereignis ist wohl der letzte Tropfen (wortwörtlich), der das Fass zum Überlaufen bringt. Entweder bei ihm oder seiner Frau, das wusste mein Kollege auch nicht.
Am nächsten Tag meldet sich der Seemann endlich zum Entzug in einer Klinik an. Die Geschäftsführung ließ nur durchblicken, er sei auf einer Kur wegen seines Übergewichts. Ja nee, is klar … Die oben genannte Halluzination machte genau so schnell die Runde in der Firma, wie der ICE im Schlafzimmer.