Katatonie – ein Abwehrversuch

Da sich immer wieder sehr viele Interessierte nur auf mein Blog verirren, indem sie bei meinem Freund Gurgl den Begriff katatonische Starre in allen möglichen Fragevariationen eingeben und dieser Artikel an zweiter Stelle steht, will ich hier zur Abkürzung des Suchvorganges und der damit einhergehenden Enttäuschung einen Auszug von Tante Vicki Pedia bringen.

Katatonie (altgr.κατατονία ,Erschlaffung‘, ursprünglich κατά ,von oben nach unten‘ und τόνος ,(An-)Spannung‘, hier ,Anspannung von Kopf bis Fuß‘) ist ein psychomotorisches Syndrom. Auftreten kann sie als Begleiterscheinung von psychischen Erkrankungen wie schweren Depressionen und vor allem katatoner Schizophrenie, von Stoffwechselstörungen, Einwirkungen von Alkohol und anderen Drogen.

Katatonie äußert sich in unnatürlichen, stark verkrampften Haltungen des ganzen Körpers; diesbezüglich sind folgende Begriffe relevant:

  • Stupor (Starre des ganzen Leibes),
  • Mutismus (beharrliches Schweigen),
  • bizarre Haltungsstereotypien,
  • Flexibilitas cerea (wachserner Widerstand der Muskulatur bei passiver Bewegung).
  • Negativismus (Widerstand gegenüber allen Aufforderungen oder Versuchen, sich zu bewegen – oder statt dessen Bewegungen, die das Gegenteil der Aufforderung ausführen).
  • Katalepsie (Beibehaltung der Körperstellung nach passiver Bewegung).

Die Krankheitsvariante ist aufgrund der fehlenden Wasser- und Nahrungsaufnahme lebensbedrohlich.

Der Erstbeschreiber des Krankheitsbildes war Karl Ludwig Kahlbaum (1828–1899), Psychiater und Inhaber einer Privatheilanstalt für Nerven- und Gemütskranke in Görlitz.

Die katatone Schizophrenie, eine Unterform der „Gruppe der Schizophrenien“ (Eugen Bleuler, 1911) geht mit Störungen der Motorik einher, die zwischen den Extremen Erregung und Passivität alternieren können.

Es tut mir Leid, aber mehr kann ich Euch dazu auch nicht erklären. Wenn Euch das zu wenig ist, müsst Ihr Euch im Real Life wohl medizinische Bücher ausleihen. Die findet Ihr in einem großem Gebäude, mit vielen Regalreihen darin und kundigen Mitarbeiterinnen, die Dutts auf dem Kopf haben – auch Bibliothek und Bibliothekarinnen genannt.

Ansonsten: Folge dem weißen Kaninchen … äh … den blauen Links …

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Über AnGarasu

Ich (E30) bin gelernte Pixelschubse für Printmedien und gleichzeitig Bastelqueen. Beides unter einen Hut zu bringen fällt mir manchmal schwer, da mich die ganzen freilaufenden Irren in meinem Leben echt wahnsinnig machen. Als Selbsttherapie schreibe ich deswegen die skurrilsten Geschichten in "Devil Inside" und do-it-yourselfe ziemlich grobmotorisch zum emotionalen Ausgleich in der "Bastelhölle". Das nenne ich Multi-Tasking – live und in Farbe … Zeige alle Beiträge von AnGarasu

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