RE-HAhaha

So’n Kur-Antrag zu stellen ist ja nicht ganz so einfach, wie sich der Durchschnitts-Otto Mensch das vorstellt – also so wie ich, genaugenommen: 1. nennt man das nämlich nicht mehr „Kur“, sondern REHA, weil … äh … wegen dem Dings, nein, Bums … ach, was weiß ich, und 2. muss man sich ’n Wolf dafür schreiben.
Aber von vorn.

Mein Rentenversicherungsträger war telefonisch mehrfach nicht zu erreichen, also goggelte ich erstmal ein wenig durch die Gegend, um mich vorab etwas schlauer zu lesen. Dabei erfuhr ich, dass auch meine Krankenkasse mir die benötigten Antrags-Unterlagen zuschicken kann. Also dort angerufen, mit einem netten und kompetenten jungen Mann telefoniert und die Sache in unter 5 Minuten klar gemacht. 2 Tage später kam der Umschlag mit der Post. Das war der einfache Teil.

Aber: Uff! – 14 Seiten Inhalt.
Ja, ne, is klar. Zuerst dachte ich, ich muss sogar ein Referat schreiben, um überhaupt in das 1. Auswahl-Verfahren für Cambridge die REHA zu kommen, aber nach genauerem Lesen erübrigte sich das glücklicherweise. Trotzdem, gleich auf der ersten Seite wusste ich schon nicht, was ich ankreuzen sollte und musste später meinen Doc fragen, der zuerst auch die falsche Zeile wählte, bis er sich das nochmals genau durchgelesen hatte. Egal. Läuft trotzdem.

Ein Problemchen gab es jedoch, das die ganze Chose ein wenig verzögert. In den letzten vier Jahren habe ich von meinen Krankschreibungen die Zettel für die Kasse – wegen zu faul – nie eingereicht, und das rächt sich jetzt. Die von der Rentenversicherung wollen nämlich von der Kasse selbst eine elektronische Auflistung haben, wie oft und weswegen ich in den letzten drei Jahren krankgeschrieben war. Argh. Also wieder bei der Kasse angerufen, reichlich Asche auf mein Haupt gestreut (war ja mein Fehler, sowas gebe ich ja auch immer offen zu) und gefragt, ob ich die Zeiten gesammelt nachreichen kann, wenn mir die Ärzte eine Liste der Krankschreibungen ausstellen. Gott sei Dank geht das ohne weitere Probleme. Also Haus- und HNO-Arzt angerufen, um die Auflistung gebeten und heute den Kram dahin gefaxt. Jetzt heißt es warten, bis die das dort ins System gepflegt und mir einen neuen Ausdruck zugeschickt haben. Dann geht der Antrag in die Post und in ca. 5 Wochen weiß ich dann, ob bewilligt und wenn ja, wohin es geht.

Meine einzige Sorge diesbezüglich ist, dass ich auf keinen Fall über Weihnachten bzw. Silvester da sitzen will. Dafür finde ich die Feiertage trotz allem zu schön, um mit alten Leuten oder Kindern mitten im Nirgendwo festzustecken. Wie war das mit der erhöhten Selbstmordrate über die Feiertage?

Meine Firma weiß von alledem allerdings noch nichts. Aber immerhin kümmert sich mein Meister nach über 5 Wochen endlich um meinen Zwischenzeugnis.
Ich werde wohl nächste Woche wieder arbeiten gehen, wenn mein Herz in der Spur bleibt, und denen dann die Sachlage schon mal ankündigen. Mal sehen, wie sehr die kotzen werden, oder ob sie gleich versuchen, mich zu kündigen.

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Über AnGarasu

Ich (E30) bin gelernte Pixelschubse für Printmedien und gleichzeitig Bastelqueen. Beides unter einen Hut zu bringen fällt mir manchmal schwer, da mich die ganzen freilaufenden Irren in meinem Leben echt wahnsinnig machen. Als Selbsttherapie schreibe ich deswegen die skurrilsten Geschichten in "Devil Inside" und do-it-yourselfe ziemlich grobmotorisch zum emotionalen Ausgleich in der "Bastelhölle". Das nenne ich Multi-Tasking – live und in Farbe … Zeige alle Beiträge von AnGarasu

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