Putzteufel

Gestern war er hier. Uneingeladen. Völlig überraschend. Der Putzteufel.
Normalerweise muss ich mir immer fest vornehmen, meinen Inneren Schweinehund Texas Chainsaw Massacre-gleich kaltzumachen, um mehr als nur den üblichen Wochenendputz zu vollführen. Doch gestern war alles anders.

Männe fuhr morgens um 10.30 Uhr weg (um für seine Verhältnisse früh erst nachts um 23.30 Uhr wieder heimzu kehren), da hatte ich schon direkt nach dem Aufstehen um 9 Uhr das Gefühl, dass ich heute mal mehr machen könnte, als nur 1 1/2 Stunden den Staubsauger und Wischmopp zu reiten. Also sammelte ich noch im Schlaf-T-Shirt alle Herbstdekorationen ein, um auf Weihnachten umzuswitchen, und stellte dabei fest, es lagen echt Unmengen an Staub dumm in der Gegend rum.

I. Gitti Gitt war somit in da house.

Um es kurz zu machen: Nachdem ich die Herbstdeko weg- und die Weihnachsdeko ausgepackt hatte (nicht ohne einiges zum Verkauf auszusortieren), wurden die Bücherregale, das Aquarium, die Wohnwand samt Highboard abgestaubt, der Fernseher ordentlich abgewischt und danach alle Schränke von der Wand abgerückt, um dahinter samt den Kabeln und auch gleich auf den Wandbildern und Fensterbänken staubzusagen. Anschließend habe ich das Sofa verschoben, damit ich mit dem Staubsauger Wände und Decke von Staub und Spinnweben befreien konnte. (Ja, es rächt sich eben, wenn man das ausnahmsweise nicht wie sonst 2 Mal im Jahr macht.) Dann kam der normale Saugablauf dazu.
Als alles im Wohnzimmer staubfrei war, hieß es Weihnachten samt dabei entstehenden potenziellen Dreck in der restlichen Butze zu verteilen, indem ich u.a. Kugeln, Hängedingsens und Girlanden aufhängte und den Rest liebevoll verteilte.

Anschließend begann der Endkampf: Im Flur rückte ich den schweren antiken Kleiderschrank von der Wand ab und staubsaugte um mein Leben, inkl. Decken, Lampen und Wand. Dann gings in die Küche: saugen, abräumen, saugen, hinstellen. Zwischendurch mal eben den beutellosen Behälter auskippen und weiter gings. Bad, Schlafzimmer und Büro – nichts war vor mir sicher.
Ich muss allerdings an dieser Stelle zugeben, dass ich nach den bereits  im Wohnzimmer- und Flurkampf  verbachten 3 Stunden doch schon recht viel Enthusiasmus eingebüßt hatte und diese drei Räume nur noch dem üblichen Prozedere unterzogen habe. (Das Entstauben der Badezimmerschränke mache ich also erst nächstes Wochenende. Und das Büro … Äääh, wann fängt gleich das nächste Jahrzehnt an?)

Nachdem ich den Staubsauger (ürbigens das letzjährige Geburtstagsgeschenk von Männe!) gegen Lappen und Mopp eingetauscht und endlich alles gewischt hatte, duschte ich, legte neue Decken auf die Tische und begann gegen 16 Uhr die aussortierten Teile bei den Kleinanzeigen reinzustellen.

Als ich dann mal Hunger bekam und meinen Wahn als beendet erkannte, sah ich das erste Mal so richtig auf die Uhr: 17.30.

Yo. Das nenn‘ ich mal ’ne Putzorgie. Wahnsinn. Ist jetzt so richtig sauber hier. Ich erkenne fast nichts wieder.

Muss ich mal wieder machen. Unbedingt sogar.
Ich denke auf jeden Fall so in den nächsten 5 bis 10 Jahren. Vielleicht auch in 15.

Man muss ja nicht gleich übertreiben … Teufelswerk und so, Ihr versteht?

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Über AnGarasu

Ich (E30) bin gelernte Pixelschubse für Printmedien und gleichzeitig Bastelqueen. Beides unter einen Hut zu bringen fällt mir manchmal schwer, da mich die ganzen freilaufenden Irren in meinem Leben echt wahnsinnig machen. Als Selbsttherapie schreibe ich deswegen die skurrilsten Geschichten in "Devil Inside" und do-it-yourselfe ziemlich grobmotorisch zum emotionalen Ausgleich in der "Bastelhölle". Das nenne ich Multi-Tasking – live und in Farbe … Zeige alle Beiträge von AnGarasu

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