Braune Sauce

Es ist 1 Uhr 15.
Die Schlafzimmertür steht offen. AnGarasu liegt im Bett und ist gerade dabei einzuschlafen. Während sie friedlich in den pränarkotischen Dämmerzustand hinübergleitet, nimmt sie noch am Rande wahr, wie das Streu des im Flur befindlichen Katzenklos, das sie erst am Abend komplett runderneuert hat, ganz leise zu knirschen beginnt. Gefühlte 5 Sekunden später scheint Männe ein großer Karton mit Altpapier runter gefallen zu sein.
AnGarasu schreckt zusammen und wundert sich, wieso er ihn um diese Nachtschlafende Zeit mit den Füßen mehrfach durch den Flur treten will und ist nicht wirklich ob dieser Störung amused.

Gerade als sie wütend aus dem Bett steigt, um ihren Lebenspartner direkt mit diesem Umstand zu konfrontieren, hört sie ihn ebenfalls wütend aus dem Wohnzimmer rufen: „Nein! Hör auf Schlitten zu fahren! Los! Raus, du Schwein!“

„Häh?“, denkt sie verwirrt. „Seit wann fahren Schweine Schlitten?“ und „Warum liegt denn schon Schnee?“
Beide Fragen sollen sich direkt als obsolet herausstellen, als sie im Dunkeln drei Schritte in den Flur macht. Denn plötzlich steht sie drin. Mit-ten-drin. Im braunen Schnee.

„MÄNNE!!!“ brüllt sie nachts um 1 Uhr 17, nachdem sie hektisch das Licht eingeschaltet hat. „Dem Kater ist die Rosette explodiert!“

„ICH WEISS!“ brüllt er um die selbe Zeit aus dem Wohnzimmer zurück! „Ich habe ihn gerade rausgworfen, nachdem er hier schön mit dem verkackten Arsch olympiareif über den Boden gerutscht ist!“

Zu zweit starren die beiden sekundenlang angwidert auf die schöne Bescherung, beziehungsweise auf die braune Sauce im Flur, die nicht nur großzügig im, sondern vor allem gut einen Quadratmeter rund um das Katzenklo auf dem Boden, an den Wänden und dem Flurschrank klebt. Gesprenkelt mit kleinen, weißen Katzenstreustücken sieht das Ganze tatsächlich wie Schneekleckse aus. Kleine, braune, extrem stinkende und echt eklige Schneekleckse.

Hürgh!

Dem Kater muss wirklich die Rosette explodiert sein – und zwar mit dem Durchfall des Jahrhunderts.
Die Sauce ist wohl so schnell aus dem Arsch gespritzt , dass er keine Zeit mehr hatte, sich vernünftig ins Klo zu setzen, und sie stattdessen an seinen Beinen entlang geflossen ist. Den Geräuschen nach, die ich für das Treten Männes gegen einen Pappkarton gehalten habe, war der Sprung des Katers voller Ekel direkt aus dem Klo. Und dabei hat er beide Hinterpfoten mehrfach Can-Can-mäßig von sich geworfen, zusammen mit Scheiße und Streu, um sich davon zu befreien. (Wer hat auch schon gerne seine eigene Scheiße an den Füßen kleben? Ich jedenfalls nicht. Allerdings würde ich in so einem unwahrscheinlich Fall aber auch keine bühnenreife Breakdance-Nummer abziehen, nur um sie wieder los zu werden.) Den Rest der Sauce, der ihm leider noch am Arsch klebte, versuchte er dann wohl durch hektisches Schlittenfahren erst im Flur und dann noch ein zweites Mal im Wohnzimmer abzustreifen.
Alles in allem ein gelungener Abgang des Katers.

Laut würgend wendet Männe sich ab. „Boah, Alter! Ich kotz gleich!“

„Aber nicht hier! Die Scheiße alleine reicht mir schon!“

 

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Über AnGarasu

Ich (E30) bin gelernte Pixelschubse für Printmedien und gleichzeitig Bastelqueen. Beides unter einen Hut zu bringen fällt mir manchmal schwer, da mich die ganzen freilaufenden Irren in meinem Leben echt wahnsinnig machen. Als Selbsttherapie schreibe ich deswegen die skurrilsten Geschichten in "Devil Inside" und do-it-yourselfe ziemlich grobmotorisch zum emotionalen Ausgleich in der "Bastelhölle". Das nenne ich Multi-Tasking – live und in Farbe … Zeige alle Beiträge von AnGarasu

One response to “Braune Sauce

  • Stadtkatze

    Was will WordPress mit sagen, wenn es unter diesem Deinem Artikel zum Weiterlesen unter anderem einen empfiehlt, der da überschrieben ist mit: „Wie ich durch ein Buch meine Kinder besser verstehen lernte“? Das macht doch gleich noch mehr Kopfkino, ekelhaftes.

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