Die Torte des Bösen

Mmja. Jetzte is es wieder soweit. Ich muss ne Torte backen.

Kuchen reicht nicht, wurde mir gesagt, es hätte sich in den letzten Jahren gezeigt: Die Leute bevorzugen Torten. Auf meinen erschrockenen Einwand, dass seit ca. 9 Jahren ein schlimmer Tortenbackfluch über mir liegt, wurde mit einem verächtlichen „Papperlapapp!“ weggewedelt. Auch die wahre (sic!) Geschichte von den drei nacheinander gebackenen und völlig missglückten Marzipan-Mohn-Torten aus Biskuitteig, die ich an nur einem (!) Tag für meinen Geburtstags-Kaffeetafel backen musste, um wenigstens etwas Essbares auf dem Tisch stehen zu haben, wurde nicht ernst genommen.

Nun stecke ich tief in der Scheiße im Biskuit und hoffe, dass die Schweizer Möhrentorte – ein vereinfachtes Rezept der Schweizer Ostertorte, die ich früher™ mal richtig gut konnte – einigermaßen ansehnlich wird.
Um die Genießbarkeit mache ich mir keine Sorgen, selbst mein schlimmster GATU hat immer noch hervorragend geschmeckt. Er sah aber eben … äh, nun ja, nicht schön aus. Es wurde sogar ungläubig gelacht, als ich ihn auf den Tisch stellte. Ein Fall von schwerem LKW-Unfall, hat einer meiner Brüder hinter vorgehaltener Hand gesagt.

Jedenfalls, seitdem habe ich keine Torten mehr gebacken. Wobei: Kuchen ist ok. Das geht. Sieht hübsch aus und schmeckt wunderbar. Darf ich nur für morgen nicht. Denn: Die Leute bevorzugen Torten. Und es ist nur erlaubt bei dem Adventsmarkt zwei Dörfer weiter mitmachen, wenn ich 20 Euro plus 1 Torte mitbringe.

Toll. Da überwindet man sich schon mal, mit seinem teuren Bastelkram bei so einer Veranstaltung mitzumachen, und da wird einem ne Torte ins Gesicht geworfen.
Immerhin steht dann kein Name dran.

 

Nachtrag: Meine Torte war eine der ersten, die gegessen und alle wurden. Seltsam.
Der Adventsmarkt selbst dauerte 8 Stunden – 1 Buch habe ich verkauft. War also ein Minusgeschäft. Obwohl alle total begeistert waren und mir tausend Komplimente gemacht haben, hatte wohl jeder Stacheldraht in der Tasche. Mach ich da nicht noch mal., zu lange und zu teuer.  Aber wenigstens neue Kontakte aus der Region habe ich geknüpft und mein Bastelnetzwerk erweitert. Das ist auch schön.

 

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Über AnGarasu

Ich (E30) bin gelernte Pixelschubse für Printmedien und gleichzeitig Bastelqueen. Beides unter einen Hut zu bringen fällt mir manchmal schwer, da mich die ganzen freilaufenden Irren in meinem Leben echt wahnsinnig machen. Als Selbsttherapie schreibe ich deswegen die skurrilsten Geschichten in "Devil Inside" und do-it-yourselfe ziemlich grobmotorisch zum emotionalen Ausgleich in der "Bastelhölle". Das nenne ich Multi-Tasking – live und in Farbe … Zeige alle Beiträge von AnGarasu

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