Dream a little dream of me …

Vor knapp sechs Jahren war meine Schwiegermutter empört (EM-PÖRT!!!) darüber, dass Männe mir eine Senseo Cafe-Latte-Maschine zum Geburtstag schenken wollte, und deswegen alle aus der Familie informierte, ihren Anteil an diesem Geschenk bitte ihm zu geben. Sie war sogar so aufgebracht darüber, dass sie mich danach anrief, um mich schon mal vorzuwarnen, was Männe da unglaublich rücksichtsloses an meinem Geburtstag zu tun vorhätte.
Sie konnte es gar nicht glauben, als ich ihr erklärte, dass ich mir diese Kaffeemaschine selbst als Geschenk ausgesucht habe, und Männe explizit darum gebeten hatte, allen deswegen Bescheid zu sagen, da das Ding damals noch fast stolze 300 Euro kostete.

„WAAAS?!!! Du willst ein Kü-chen-ge-rät als Geschenk haben? Sowas lässt sich eine Frau doch nicht schenken! Das kauft man sich selbst! Das als Geschenk ist doch eine Beleidigung! Ich war jedenfalls sehr beleidigt, als mein Mann mir vor zwanzig Jahren zu Weihnachten eine Küchenmaschine geschenkt hat! Der durfte danach zwei Wochen auf dem Sofa schlafen!“

Nun. Da bin ich anscheinend anders gepolt. Ich verstehe das Problem nicht.
Eine Maschine, die derart viel Geld kostet, dass ich sie mir nicht dann leisten kann, wenn ich sie haben möchte, lasse ich mir von Familie und Freunden zusammen schenken. Da kenne ich nichts. Auf diese Art zogen auch die beiden Schneideplotter in den letzten Jahren bei uns ein.
Und genau auf diesem Wege wird auch das nächste kleine Schätzchen seinen Weg zu mir in die heiligen Hallen der Küchenmaschinen finden.

Gestern Abend nach dem Essen chillten Männe und ich auf dem Sofa und sahen uns die Sendung Nigellas Leckerbissen an (eine super Köchin aus GB, die selbst Jamie Oliver in den Schatten stellt), in der sie einen althergebrachten Brotpudding backte. Dabei sah ich im Vorbeigehen, dass sie natürlich auch eine Kitchen Aid Artisan bei sich in der Küche stehen hatte, und mir entfleuchte unwillkürlich der verzückte Kommentar: „Ooohhh! Die hat ja auch eine Artisan da stehen! Wie geil!“ Männe gleich: „Was für’n Teil?“

Und so entspann sich eine Unterhaltung über Küchenmaschinen im Allgemeinen und Kitchen Aids im Besonderen, an deren Mitte und Ende Männe mehrfach in den Raum warf, dass er mir so eine Maschine sofort kaufen würde, sollte ich sie wirklich haben wollen. Natürlich wies ich dieses Angebot beide Male weit von mir, da ich doch die exorbitanten Preise solch eines Schätzchens kenne und gab außerdem ehrlich zu, dass ich dieses Ding (fast) nur wegen seiner Optik und für mein kleines Hausfrauen-Herz, nicht wegen der tatsächlichen Notwendigkeit einer solchen High-End-Technik haben will. (Männes Kommentar: „Wozu dann ein Auto? Ein Fahrrad tut’s auch.“) Außerdem habe ich bereits eine sehr billige Kopie dieses Geräts in meiner Küche stehen – welche ich mir im Übrigen vor 6 Jahren selbst für 85 Euro gekauft habe.
Nur leider hat sie ein riesengroßes Manko: Sie ist so laut wie ein startender Düsenjet. Und deswegen setzte ich auch immer meine Micky-Mäuse auf, wenn ich sie vier Mal im Jahr benutze …

Nichtsdestotrotz wollte Männe unbedingt den genauen Preis meines Lieblings wissen und so griff ich mir das iPett. Dabei stieß ich auf die Mini-Version der Artisan mit einer Schüssel von nur 3,3 l statt 4,8 l. Ich war unglaublich entzückt! Diese Größe ist für unseren 2 Personen Haushalt meiner Meinung nach nämlich völlig ausreichend.
Bei der weiteren Recherche fand ich auf der elektronischen Bucht auch noch einen Händler, der generalüberholte Rückläufer und B-Ware verkauft – für nur 400 statt 600 Euro!
Waaaahhhh!
Ich konnte mich gar nicht mehr einkriegen …

Also: Jetzt wisst ihr, was ich mir zum nächsten Geburtstag wünsche.

Oder vielleicht doch nicht. Denn ich glaube nicht, dass ich noch bis Ende November warten kann …

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Über AnGarasu

Ich (E30) bin gelernte Pixelschubse für Printmedien und gleichzeitig Bastelqueen. Beides unter einen Hut zu bringen fällt mir manchmal schwer, da mich die ganzen freilaufenden Irren in meinem Leben echt wahnsinnig machen. Als Selbsttherapie schreibe ich deswegen die skurrilsten Geschichten in "Devil Inside" und do-it-yourselfe ziemlich grobmotorisch zum emotionalen Ausgleich in der "Bastelhölle". Das nenne ich Multi-Tasking – live und in Farbe … Zeige alle Beiträge von AnGarasu

One response to “Dream a little dream of me …

  • SchneeweissNachtschwarz

    Ich find das auch praktisch, sich ein Küchen-Schätzchen schenken zu lassen. Was gibt´s denn gegen eine Kaffeemaschine zu sagen?

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