Archiv der Kategorie: Absagen

geplatzt

Frühling 2010: *PENG* Der Testballon ist geplatzt.

Am Dienstag war der Eignungstest, ich war wie erwartet die älteste und ein Quereinsteiger. Die anderen Teenies kamen alle aus dem Bereich Gestaltung und sahen aus wie Modepüppchen, nur ich nicht. Türstopper bleibt eben Türstopper.

Heute morgen kam die Absage per Mail. Das ging ja mal echt schnell. Aber ich habe ja nichts anderes erwartet. Die Enttäuschung bleibt somit in sehr kleinen Grenzen.

Also weitersuchen.

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Telefonterror.

Frühling 2010: Es war mal wieder soweit. Ich musste wieder telefonieren und zwei Tage lang rund 100 Nummern anrufen. (Gott lobe die Telefonflatrate!) Das Ergebnis ist mehr als schlecht: Nur zwei Druckereien haben berechtigtes Interesse bekundet. Die anderen sind entweder kurz vor’m Kollaps, überbesetzt oder schon kollabiert und deswegen nicht mehr existent. Wie soll man da überhaupt noch einen Job als Mediengestalterin finden?

Ja, ich gebe zu, ich könnte auch bei den Werbeagenturen nachfragen. Aber mal ehrlich: Da passe ich nicht rein. Aus Erfahrung weiß ich, dass die lieber kleine blonde Püppchen zur Augenpflege wollen als einen dicken Türstopper mit braunen Haaren und einer großen Klappe. Außerdem bin ich ja nicht DAS Design-Genie, sonder eher der drucktechnisch ausgebildete Typ. Es hagel dort immer Absagen. Deswegen sind auch Druckereien mein Ziel.

Aber auch dort wird stark selektiert: Da ja immer noch ausgebildet wird wie doof, überschwemmen jedes Jahr Neulinge den Markt. Natürlich werden die lieber genommen, als jemand mit 6 Jahren Berufserfahrung. Denn die Frischlinge kosten ja nicht so viel wie ein alter Hase und lassen sich auch noch eher hinbiegen.

Fazit: Try again. Fail again. Fail better.


Nachtrag

Herbst 2009: Ich habe dann doch bei der kürzlich beschriebenen Werbeagentur angerufen, da ich ihr Verhalten wirklich unverschämt finde und mein Bruderschmerz mir hartnäckig dazu geraten hat: „Das wird doch ein Spaß!“

Das Telefonat war dann sehr kurz: „Guten Tag, hier ist *Name einfügen*. Ich habe letzte Woche für drei Tage bei Ihnen probegearbeitet. Da ich am letzten Tag ohne ein weiteres Wort Ihrerseits verabschiedet wurde, möchte ich gerne Ihre Meinung dazu hören.“ Ziemlich zickige Antwort: „Du dumme Nuss, haste nicht zugehört? Ihnen wurde doch mitgeteilt, dass noch andere Mitbewerber zum Arbeiten kommen und sie noch ein paar Wochen Geduld haben müssen.“ Darauf ich: „Ich weiß nicht, wem Sie das mitgeteilt haben; mir jedenfalls nicht. Sonst hätte ich ja wohl nicht angerufen, blöde Trutsche.“ „Ach so, dann kann ich Ihnen ja gleich sagen, dass wir Sie nicht nehmen. Du fette Kuh. Das passt irgendwie wie nicht.“ Ich: „Juchuuu! Gott sei dank!“ „Alles klar, dann weiß ich bescheid. Danke für die Auskunft. Einen schönen Tag noch in der Hölle.“

*Konfettiwerfundjubel*


Lichtgeschwindigkeit

Herbst 2009: die schnellste Absage meines Lebens!

Um 18.00 Uhr schicke ich per eMail eine Bewerbung an eine Werbeagentur. Um 19.15 Uhr kommt – WUUUSCH – die Absage.

Da fühlt man sich doch wie ein Looser …