Archiv der Kategorie: Häh?

Monday – faulty connection …

 

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via: brainstain101


Samstags-Dialog

 

„Hey, Männe! Ich hab gestern geträumt, dass du mir einen Heiratsantrag gemacht hast.“

„Watt? Und habe ich den etwa … ernst gemeint?“

„Leider ja.“

„Ich hoffe sehr, du hast mir sofort ordentlich einen mit der Plattschaufel übergezogen?! So richtig kräftig, meine ich!“

„Sach mal, was denkst du denn? Natürlich habe ich das!!! Und da ich gerade das richtige Werkzeug zur Hand hatte, habe ich deine Leiche auch gleich noch im Blumenbeet verscharrt.“

„Das ist ist mein Mädchen!“

„Mir war sofort klar, dass das nur ein außeridischer Parasit gewesen sein konnte, der deine Haut angzogen hatte. Aber auf diese Weise legt mich niemand rein! So nicht, Alter, so nicht!“

„Ich bin ja so stolz auf dich!“

 


Schandbaum

 

Irgendwann mal schrieb selbst ich über das ländliche Ritual des Maibaumes in unseren Landen. Dass ich nie einen bekommen habe und jahrelang recht betrübt darüber war. Seit ich aber das hier las, bin ich hingegen sehr, sehr froh darüber keinen vor dem Fenster gefunden zu haben.

Manche Menschen … echt ey.

 


Muttermord

Musste meiner Mutter heute per Telefon durch die Installation von TeamViewer auf ihrem neuen PC helfen. Nur um dann nach 90 (!) Minuten Irsinn und und zig geschrieenen Anweisungswiederholungen festzustellen, dass der Rechner doch ganz normal funktioniert und nicht „obwohl neu schon total kaputt“ ist.

Entweder ich gehe beim nächsten Fernwartungs-Mal direkt wieder 4 Wochen in REHA oder lebenslang in den Knast.

Muss ich nochmal drüber schlafen ….


BIOHAZARD

Hergehört Leute!

Zu euer aller Sicherheit: Ihr müsst mich in Zukunft meiden! Unbedingt! Geht mir aus dem Weg! Versteckt euch vor mir! Wechselt die Straßenseite, wenn ich mich seht!

Ich bin total ansteckend!

Weil ich Übergewicht habe. Und das wollt ihr doch nicht auch noch kriegen, oder?

Stadtkatze und FF: Tut mir Leid, aber ab heute hört unsere Freundschaft auf …


Befreit den Kraken!

 

Wochenende. Es ist nachts um halb zwei. AnGarasu sabbert selig in ihr Kopfkissen.

Plötzlich kommt etwas mit vielen Gliedmaßen auf dem Boden lautlos ins Schlafzimmer geschlüpft. Es bahnt sich seinen glitschigen Weg über den Langflorteppich entlang, um unter dem Bett Deckung zu finden. Auf dem Bauch robbt es bis auf die andere Seites des Bettes und streckt vorsichtig den Kopf hervor, um die Luft zu scannen. Nur das leise Atmen des Menschen in diesem Raum ist zu hören. Auf dem Rücken zieht es sich bald in Zeitlupe am Bettrahmen in Lauerstellung, wartet auf den richtigen Moment und dann: Springt es wie aus dem Nichts auf das Kissen AnGarasus, landet auf ihrem Kopf, umklammert es mit seinen unzähligen Gliedmaßen, schiebt ihr eines davon sofort tief in den Hals, um ihre panischen Schreie zu ersticken, und würgt sie langsam zu Tode, während es ihr das Hirn erst in Brei verwandelt und dann genussvoll aussaugt.

Hektisch reißt AnGarasu ihren Kopf aus der Umklammerung des Todes und tastet keuchend nach dem Schalter der Nachttischlampe. Mit einem Satz das Bett verlassend dreht sie sich noch ein Mal um, um einen panischen Blick auf das Monster zu werfen, das soeben versucht hatte, ihr das Hirn bei lebendigen Leib auszusaugen … und blickt in die blinzelnden Augen des empörten Katers.

Der hatte es sich gerade erst auf den letzten freien 10 Quadratzentimetern des Kopfkissens gemütlich gemacht und seine langen Beine einfach über und unter ihren Hals geschoben – Woanders war ja kein Platz mehr, ey! – damit sich sein Bauch wie eine schnurrende Pelzmütze an den den warmen Kopf AnGarasus anschmiegen konnte. Beim Ausstrecken seiner Hinterpfote ist diese – Ganz aus Versehen natürlich! – in ihrem halboffenen Mund gelandet, während sich sein Schwanz elegant um ihren Hals kringeln konnte.

„Alter! Wer hat dir erlaubt, den Kraken zu befreien, häh?! Da bekommt das Wort Octopussy doch glatt ne ganz andere Bedeutung …“

Der Kater blinzelt nochmals unbeeindruckt, fängt an zu schnurren und rollt sich auf dem nun für ihn freigewordenem Kissen gemütlich zusammen.

 


Ad (In)Finitum

Die aufmerksame Leserschaft dürfte noch im Hinterkopf haben, dass Männe und ich uns ein hübsches Plätzchen für die Ewigkeit aussuchen wollen. Da wir dieses Jahr 20 Jahre zusammen sind (unverheiratet in Sünde und stolz drauf! Jawollja!), haben wir uns gedacht, dass wir mit unserer Tradition brechen und diesen speziellen Tag schöner begehen als sonst. Soll heißen, dass wir uns nicht nur was Leckeres vom Italiener holen oder schön zum Chinamann unser Wahl gehen. Zusätzlich gehen wir in den Wald und kommen nie mehr zurück und besichtigen ein Bäumchen, an dessen Wurzeln wir dereinst in trauter Zweisamkeit (mit ein paar Nachbarn, sollte es ein Gemeinschaftsbaum werden) zur letzten Ruhe gebettet werden.

Nun verhält es sich allerdings so, dass Männes Eltern seit langer Zeit ein Familiengrab mit Kapazität für 5 Personen haben. Derzeit bereits anteilig belegt mit Omma und Oppa. Wer rechnen kann, weiß: Platz wäre demnach noch für 3 tote Menschen in Särgen. (Zur Definition „tote Menschen“ zählen leider keine Vampire oder Zombies. Habe ich natürlich gleich in der Friedhofssatzungverordnung  nachgeschlagen.) Dumm nur, dass noch  mindestens 4 Leute aus der Familie übrig sind, sprich unter den Lebenden weilen, aber irgendwann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit doch mal tot umfallen werden. Dazu zählen Männe, sein Bruder, dessen Frau und ich.

Auf dieses Dilemma kurz vor Weihnachten beim Kaffeetrinken angesprochen – als Konsequenz zur Ankündigung, uns dann mal im Friedwald beerdigen lassen zu wollen –, ergab sich folgender (für Unwissende verstörender, für uns aber selbstverständlicher) Dialog zwischen Schwiegermonster und mir.

„Nein! Das kommt gar nicht infrage! Mein Sohn wird nicht auf einem gottlosen Acker verscharrt! Egal, wie viele Bäume darauf stehen! Er kommt mit uns ins Familiengrab. Immerhin hat er ja keine Familie, so wie sein Bruder. Deswegen gehört der letzte Platz ihm.“

„Ach? Und was bin ich? Hühnerleber? Nach 20 Jahren und zwei durchgestandenen Krebserkrankungen bin ich ja wohl auch seine Familie.“

„Sei nicht albern. Ihr seid nicht verheiratet, habt keine Kinder und von mir aus kannst du dich beerdigen lassen, wo du willst. Ist mir egal. Aber Männe kommt zu uns auf den Friedhof! Wenn es sein muss, verfüge ich das im Testament.“

„Kannst du gerne machen, liebe B. So wie es aber derzeit aussieht, werdet ihr beide lange Zeit vor uns sterben. Und dann werdet ihr gar nicht mehr mitkriegen, ob Männe irgendwann bei euch im Grab liegt. Ätsch! Da kannst du als Geist bei uns noch so sehr poltern – wir suchen uns unsere Ruhestätte immer noch selber aus. Da hast du gar nichts zu bestimmen.“

„Das werden wir noch sehen!“

Das glaube ich allerdings auch.

Zufällige Axtmorde sollen wohl sehr verbreitet sein …